Haushaltszähler eHZ von EMH auslesen

Mein nächstes Projekt heißt:

„eHZ per optischer Schnittstelle auslesen und in die Werte in die Datenbank einspeisen“

Der eHZ von EMH wurde mir von der EnBW verbaut und besitzt an der Vorderseite eine optische Schnittstelle. Zum Einen befindet sich dort eine LED für die Steuerung der PIN-Eingabe zur Anzeige des Momentanverbrauchs und der Intervallzähler. Zum Anderen ist dort eine zweite IR-LED angeordnet, welche als INFO- oder Kunden-Schnittstelle fungiert.

Diese Schnittstelle gibt Daten als serielle Informationen aus, siehe auch: „Volkszähler“ zu optischer Schnittstelle

Ich habe mir den optischen RS232-Adapter von Voltcraft gekauft (ca. 10€), da dieser die einfachste „Nicht-Bastel-Lösung“ ist, die zudem relativ günstig zu beziehen ist (Conrad oder Amazon).

Zu Versuchszwecken hatte ich geprüft, ob der Zähler auf der Diode überhaupt etwas ausgibt. Zuerst testete ich das mit meiner iPhone-Kamera – nichts. Dann nahm ich meine Kompakt-Digitalkamera, mit der ging das ohne Probleme (Bild) – warum das mit dem iPhone nicht geht, kann ich gerade nicht sagen. Jedenfalls dachte ich auch zuerst… Mist, bei meinem Zähler ist das deaktiviert…

 

 

Korrektur der Smart Grid-Funktionen

Heute morgen war der Techniker von Kühn Solar da, um die Einstellungen des Wechselrichters bzgl. der Smart Grid-Funktion zu prüfen und neu einzustellen und nach den Werten im Monitoring Portal zu schauen, welche ja schlichtweg falsch sind.

Zuerst zum Thema Smart Grid-Funktion:

Er schaute sich den Schalter an und ich erklärte ihm, wie weit ich schon gekommen bin, was er mit „dann waren Sie ja fast am Ziel“ quittierte. Schön, wenn ich gewusst hätte, was ich einstellen muss, dann hätte ich das auch machen können 🙂

Dementsprechend stellte er nun die Anlage so ein, dass die Wärmepumpe bei einem Einspeisestrom von 1 kW das Brauchwasser oder die Heizfunktion so beeinflusst, dass mehr Strom selbst verbraucht wird. Die NIBE Wärmepumpe setzt dabei je nach Anforderung entweder den Brauchwassersollwert um 10 Grad nach oben oder erhöht die Vorlauftemperatur um 1-2 Grad.

Da heute ein sonniger Tag ist, konnten wir die Funktion auch direkt testen. Das funktionierte einwandfrei.

Ich sprach den Techniker dann noch darauf an, warum diese Funktion nicht schon bei der ersten Inbetriebnahme eingestellt wurde. Er meinte, es könne daran liegen, dass der richtige Hausanschluss mit dem Zähler des Energieversorgers noch nicht gesetzt war und deshalb diese Funktion noch nicht aktiviert wurde und dann vor der Hausübergabe letztlich einfach vergessen wurde.

Wir von unserer Seite haben das natürlich auch etwas schleifen lassen, da wir mit den Vorbereitungen für unseren Nachwuchs viel beschäftigt waren 🙂

Jetzt geht’s und das ist das wichtigste. In der kalten Jahreszeit haben wir dadurch ja auch nicht die riesigen Mengen an Strom vergeudet.

Nun zur Datenplausibilität Monitoring Portal:

Der Techniker stellte fest, dass das Messgerät im Schaltschrank (CCS WattNode ModBus) den eingespeisten Strom auf der falschen Phase erfasst. Unser Einphasen-Wechselrichter (SolarEdge Wechselrichter) ist auf der Phase 1 angeschlossen, das Messgerät hat die Einspeisung aber auf der Phase 2 erkannt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Stromsensoren der Phase 1 und 2 vertauscht waren.

Er erklärte mir dann noch, dass es schon vorkam, dass die Anschlussdrähte der Stromsensoren falsch montiert waren. Und das wäre bei unserem Phase 3-Sensor so, weshalb er diesen umgedreht anschloss.

Alle LEDs blinkten nun plausibel (grün für Bezug, rot für Einspeisung). Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen gibt und ob die Werte mit dem Stromzähler der EnBW übereinstimmen 🙂