SolarEdge Monitoring Portal – Einfach zum Vollzugriff

Das Online-Monitoring-Portal ist echt interessant. Man kann schön den Verlauf des Energieertrags sowie des Energieverbrauchs des Hauses ablesen und protokollieren.

Als ich mich mit den unplausiblen Leistungswerten des Wechselrichters im Vergleich zum Stromzähler befasst hatte, habe ich bemerkt, dass viele Anwender (z.B. in Foren) auf Ihren Startseiten des Monitoring-Portals deutlich mehr Infos sehen können.

Also habe ich diese Frage direkt an den Support von SolarEdge geschickt. Es kam sehr zügig heute morgen (also 2 Tage später) eine sehr nette Mail mit etwa dem Wortlaut:

„Ich habe Ihre Rechte maximal erweitert, das ist selbstverständlich kostenlos für Sie.“

Das nenne ich eine kundenfreundliche Herangehensweise an das Thema Smart Energy 🙂 Jetzt habe deutlich mehr Möglichkeiten, die Werte meiner PV-Anlage z.B. auch zyklisch über die Skripte auf meinem NAS abzufragen (über einen direkten API-Zugang).

Sehr schön!

Stromzähler vs. SolarEdge Messgerät

Nachdem der Techniker vor zwei Tagen da war, ging ich davon aus, dass nun alles passt. – Dachte ich.

Ich schaute aus Interesse mal wieder die Zählerwerte des Netzzählers und des PV-Zählers an und stellte fest, dass die Leistungswerte wieder total unterschiedlich sind. Diesmal waren viele Verbraucher aktiv, die auf Phase 2 angeschlossen sind.

Dabei sind mir beide Kombinationen unter gekommen:

  • Wechselrichterzähler zeigt mehr Leistung als Netzzähler
  • Netzzähler zeigt mehr Leistung als Wechselrichterzähler

Also muss es wohl irgendwie an den Messeinrichtungen der einzelnen Phasen liegen.

Ich habe mir dann den Zähler nochmal genauer angesehen und auch die Kabel und Adern der Stromsensoren nochmal verfolgt, um sicher zu gehen, dass alle richtig angeschlossen sind.

Und siehe da, das war nicht der Fall! Die Hauptleitungen für die Phasen 2 und 3 sind fast unsichtbar hinter einem Klemmenblock verdreht, weshalb die Stromsensoren falsch angeklemmt wurden.

Ich habe nun die Stromsensoren der Phasen 2 und 3 am WattNode wieder getauscht und auch die Richtung der Phase 3 wieder korrigiert. Nachdem alles wieder angeklemmt ist schaue ich mir so die Werte an und merke:

Endlich stimmts, sogar auf wenige Watt genau!

Korrektur der Smart Grid-Funktionen

Heute morgen war der Techniker von Kühn Solar da, um die Einstellungen des Wechselrichters bzgl. der Smart Grid-Funktion zu prüfen und neu einzustellen und nach den Werten im Monitoring Portal zu schauen, welche ja schlichtweg falsch sind.

Zuerst zum Thema Smart Grid-Funktion:

Er schaute sich den Schalter an und ich erklärte ihm, wie weit ich schon gekommen bin, was er mit „dann waren Sie ja fast am Ziel“ quittierte. Schön, wenn ich gewusst hätte, was ich einstellen muss, dann hätte ich das auch machen können 🙂

Dementsprechend stellte er nun die Anlage so ein, dass die Wärmepumpe bei einem Einspeisestrom von 1 kW das Brauchwasser oder die Heizfunktion so beeinflusst, dass mehr Strom selbst verbraucht wird. Die NIBE Wärmepumpe setzt dabei je nach Anforderung entweder den Brauchwassersollwert um 10 Grad nach oben oder erhöht die Vorlauftemperatur um 1-2 Grad.

Da heute ein sonniger Tag ist, konnten wir die Funktion auch direkt testen. Das funktionierte einwandfrei.

Ich sprach den Techniker dann noch darauf an, warum diese Funktion nicht schon bei der ersten Inbetriebnahme eingestellt wurde. Er meinte, es könne daran liegen, dass der richtige Hausanschluss mit dem Zähler des Energieversorgers noch nicht gesetzt war und deshalb diese Funktion noch nicht aktiviert wurde und dann vor der Hausübergabe letztlich einfach vergessen wurde.

Wir von unserer Seite haben das natürlich auch etwas schleifen lassen, da wir mit den Vorbereitungen für unseren Nachwuchs viel beschäftigt waren 🙂

Jetzt geht’s und das ist das wichtigste. In der kalten Jahreszeit haben wir dadurch ja auch nicht die riesigen Mengen an Strom vergeudet.

Nun zur Datenplausibilität Monitoring Portal:

Der Techniker stellte fest, dass das Messgerät im Schaltschrank (CCS WattNode ModBus) den eingespeisten Strom auf der falschen Phase erfasst. Unser Einphasen-Wechselrichter (SolarEdge Wechselrichter) ist auf der Phase 1 angeschlossen, das Messgerät hat die Einspeisung aber auf der Phase 2 erkannt. Dabei haben wir festgestellt, dass die Stromsensoren der Phase 1 und 2 vertauscht waren.

Er erklärte mir dann noch, dass es schon vorkam, dass die Anschlussdrähte der Stromsensoren falsch montiert waren. Und das wäre bei unserem Phase 3-Sensor so, weshalb er diesen umgedreht anschloss.

Alle LEDs blinkten nun plausibel (grün für Bezug, rot für Einspeisung). Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen gibt und ob die Werte mit dem Stromzähler der EnBW übereinstimmen 🙂

Die graue Box hinter der Wärmpepumpe blinkt rot?

Über das letzte halbe Jahr habe ich mich immer wieder gefragt, ob es denn richtig sein kann, dass die LED an diesem grauen Kästchen hinter der Wärmepumpe immer rot blinkt.

Also von Anfang an geforscht:

Das graue Kästchen ist ein Zigbee-Modul, welches über einen potentialfreien Kontakt die Smart Grid-Funktion der NIBE Wärmepumpe aktiviert (Beeinflussung von Warmwasser oder Vorlaufsollwert). Das Modul wird durch den Wechselrichter angesteuert, wenn dieser genügend Sonnenstrom in das Hausnetz einspeist.

Die LED zeigt den Zustand des Moduls an und siehe da – eine blinkende rote LED bedeutet „Keine Verbindung zum Wechselrichter“ – Mist!

Also versuchte ich mein Glück am Modul selbst, dieses  hat einen Mikroschalter neben der LED. Das Drücken bewirkte aber außer einem kurzen Blinken in grüner Farbe nichts weiter. Das rote Blinken bleibt.

Also weiterschauen: Das Handbuch des Wechselrichters hat in erster Instanz keine Hilfe gebracht, jedoch das Installationshandbuch umso mehr (von der Webseite geladen):

Ich habe mich mittels der außenliegenden Display-Taste durch das Konfigurationsmenü gehangelt und habe festgestellt, dass das Zigbee-Modul gar nicht parametriert ist.

Mit den Beispielen im Handbuch habe ich es geschafft, das Modul mit dem Wechselrichter zu koppeln – Bingo!
Leider müssen für die Parametrierung verschiedene Werte angegeben werden, um das Verhalten des Moduls festzulegen (wie und wann darf die Wärmepumpe mehr Energie ziehen). Diese Daten lagen mir nicht vor, deshalb habe ich dann doch die Firma Kühn Solar kontaktiert und um Unterstützung gebeten.

Am kommenden Tag hatte mich prompt der Monteur angerufen, ob ich am darauf folgenden Tag direkt Zeit hätte, er wäre in unserer Nähe unterwegs. Top! Das passt gut; Ich bin gespannt was er dort einstellt. Ich werde es berichten.